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Ergebnisse der Umfrage

Kurzbericht der Mitwirkungsveranstaltung Franziskanergärtli, Franziskanerplatz, Grünraum, Innenhof Regierungsgebäude

Dies ist eine Zusammenfassung des Mitwirkungsberichts. Die detaillierten Ergebnisse können dem Mitwirkungsbericht entnommen werden.

Ausgangslage

Die Stadt Luzern und der Kanton Luzern planen die Aufwertung des Franziskanergärtli sowie des Franziskanerplatzes mit dem Innenhof des Regierungsgebäudes. Das Projekt basiert auf zwei Postulaten (kantonales Postulat 736: «über eine Grünanlage im Innenhof des Regierungsgebäudes»; städtisches Postulat 197: „Grüne Oase statt Parkplatz“) und einer Machbarkeitsstudie (2024–2025), die nun in einer Vorstudie vertieft wird. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Klimaresistenz der innerstädtischen Teilräume zu verbessern, ohne ihre historische und städtebauliche Identität zu beeinträchtigen.

Mitwirkung

 Um die Bedürfnisse der Nutzer*innen, Anwohner*innen, Gewerbe und Institutionen zu erfassen, wurden zwei parallele Mitwirkungsformate durchgeführt:

  1. Physische Mitwirkungsveranstaltung (22. April 2026)

Teilnehmende: Lokale Vertreter*innen aus Architektur, Gewerbe, Hotellerie, Fasnacht, Schule (FMZ), Kirche, Anwohnende, City-Train, City-Management

Inhalt der Veranstaltung: Vorstellung der Analyseergebnisse des Aufwertungsperimeters (aktuelle Nutzung, Defizite), Workshop, Diskussion

  1. Digitale Mitwirkung (16. April – 5. Mai 2026)

Zugang: QR-Codes auf Plakatständer im Perimeter, Teilnehmende: 120 Personen (mehrheitlich 17-59 Jahre), Themenschwerpunkte der Fragen: Nutzung heute, angenehme Aspekte des Raumes heute, Wünsche für die Zukunft, Sicherheitsempfinden

Mitwirkungsergebnisse

 Die Auswertung der Mitwirkung zeigt übergreifende Bedürfnisse für alle Teilräume:

  1. Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV)

Forderungen:

  • Vollständige Sperrung des Durchgangverkehrs (Ausnahme: Anlieferung/Handwerker*innen mit klaren Regeln).

  • Parkplätze im Innenhof des Regierungsgebäudes abschaffen (Nutzung umliegender Parkhäuser).

  • Parkplätze am Franziskanergärtli entfernen, um Grünraum zurückzugewinnen.

Begründungen: MIV wird als Hauptstörfaktor wahrgenommen (Lärm, Abgase, unübersichtliche Verkehrssituation). Sicherheit und Aufenthaltsqualität leiden unter hohem Verkehrsaufkommen.

  1. Verkehrsentflechtung und Barrierefreiheit

  • Fussgängerzone/Begegnungszone um die Franziskanerkirche (keine Trottoirs, autofreie Flächen).

  • Klare Trennung von Fuss- und Veloverkehr: Fussgänger*innen priorisieren (grosse Flächen, intuitive Wegeführung). Veloverkehr reduzieren (z. B. nur in bestimmten Zonen erlauben, sichere Abstellplätze). Durchgänge öffnen (z. B. Verbindung zur Reuss bei der Jesuitenkirche).

  • Barrierefreiheit für alle Nutzergruppen

  1. Steigerung der Aufenthaltsqualität

  • Begrünung und Klimaresistenz: Bodenentsiegelung, mehr Bäume (Schattenspender), Wiesen statt Aspahlt, Brunnen/Trinkwasser als attraktive Elemente, Regionale Pflanzen für Biodiversität und Pflegeleichtigkeit

  • Sitzgelegenheiten und Nutzungsvielfalt: Mehr Bänke/Tische, Flexible Möblierung, Gastronomieangebote, Spielangebote, Unterschiedliche Veranstaltungsformate

  • Schulnutzung: Wettergeschützte Aussen-Pausenflächen

  1. Sicherheit und Sauberkeit

  • Nachtbeleuchtung (Vermeidung von Angsträumen)

  • Häufigere Reinigung

  • Robuste Materialien

  • Soziale Kontrolle (Erdgeschossnutzungen)

  1. Flexibilität für Kultur und Events

  • Aktuelle Events weiterhin ermöglichen

  • Kleinere Formate fördern

  • Raum für spontane Nutzungen

    Kritik und Divergenzen

 Trotz breiter Zustimmung gab es Einzelstimmen mit abweichenden Meinungen:

  • Parkplätze erhalten: Ein paar einzelne Stimmen forderten den Erhalt von Parkplätzen und sahen keine Notwendigkeit für Veränderungen.

  • Veloverkehr: Teilweise wurden Verbote gefordert (aufgrund der hohen Geschwindigkeiten).

  • Skeptisch gegenüber Veränderungen: Vereinzelte Stimmen lehnten jegliche Umgestaltung ab.

  • Prozesskritik: Einzelstimmen bemängelten die starre Planung oder forderten wettbewerbliche Verfahren.

Ausblick und Vision

Der Aufwertungsperimeter soll zu einem lebendigen, grünen und sicheren Stadtraum werden, der Begegnung, Erholung und Kultur vereint – ohne den historischen Charakter zu verlieren. Die Mitwirkung zeigt, dass dies nur durch konsequente Reduktion des MIV, mehr Grünflächen und flexible Nutzungsmöglichkeiten kann.

  • Variantenstudium bis im Herbst 2026: Erarbeitung verschiedener Gestaltungsvarianten basierend auf den Mitwirkungsergebnissen, Prüfung der Machbarkeit

  • Zweite Mitwirkungsveranstaltung mit denselben Teilnehmenden im Herbst 2026: Vorstellung des Gestaltungsprinzips und Diskussion der Integration der Bedürfnisse aus der ersten Mitwirkungsveranstaltung.

  • Projektierung und Realisierung: Zeitnahe Umsetzung der ausgewählten Bestvariante

 Vollständiger Mitwirkungsbericht

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